Pressemitteilung der Kreistagsfraktion der Freien Wählergemeinschaft des Landkreises Diepholz


„Die Corona-Epidemie kommt immer näher. Sie zeigt immer stärker ihr furchtbares Gesicht. Leider lässt sich in den Reaktionen der Verantwortlichen vor Ort nicht immer eine klare und damit für die Bevölkerung verständliche Linie finden. Während man im Landkreis DH stand 19.3.20 noch zum Friseur gehen darf, ist ein solcher Besuch im Landkreis Osnabrück verboten. Auch der Besuch von Baumärkten ist im Landkreis DH problemlos möglich, im LK Osnabrück aber den Gewerbetreibenden vorbehalten. Im Landkreis DH und den umliegenden Kreisen ist in Restaurants zwischen den Tischen ein Abstand von zwei Metern vorgeschrieben. Doch im LK Vechta müssen auch die Gäste an einem Tisch zueinander einen Abstand von zwei Metern haben, während in den anderen Landkreisen ein „ausreichender“ Abstand (?) einzuhalten ist. Bei allen Restaurants ist es erlaubt, Speisen abzuholen, aber im LK Osnabrück darf man mit dem Verzehr der Speisen erst beginnen, wenn man sich zumindest 50 Meter von der Ausgabestelle entfernt hat. Welcher Bürger kann das im Einzelnen wissen und beherzigen?

Die Forderung der Freien Wählergemeinschaft in dieser Situation:

In der gegenwärtigen Krise sollten im Interesse der Bürger die Maßnahmen der Gefahrenabwehr zwischen den Landkreisen koordiniert und vereinheitlicht werden, damit sie glaubwürdiger und überzeugender wirken und keine Verwirrung stiften. Mit einem Flickenteppich von Maßnahmen ist niemandem gedient.“

Hermann Schröder (Fraktionsvorsitzender)           Schwarme, den 19.3.20